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29.07.2012
Neue Regeln verbessern soziale Sicherheit für Flugpersonal und Grenzpendler
Für Flugbegleiter, Piloten und für Selbständige, die zur Arbeit in einen anderen Mitgliedstaat pendeln, treten neue europäische Regeln für bessere soziale Sicherheit in Kraft.
Fluggesellschaften müssen ihre Beiträge zur sozialen Sicherheit des Flugpersonals jetzt im Land der „Heimatbasis“ entrichten. Mitglieder von Flug- und Kabinenbesatzungen sind damit in dem Land beitragspflichtig und leistungsberechtigt, in dem sie normalerweise ihre Dienstzeit beginnen und beenden, d. h. im Land der so genannten Heimatbasis und nicht etwa in dem Land, in dem die Fluggesellschaft ihren Sitz hat.

Die neuen Vorschriften schließen auch die Lücke, die bei der Arbeitslosenunterstützung von selbständig erwerbstätigen Grenzgängern bestand. Der Begriff „Grenzgänger“ bezeichnet eine Person, die in einem Mitgliedstaat eine Erwerbstätigkeit ausübt und in einem anderen Mitgliedstaat wohnt, in den sie täglich oder mindestens einmal wöchentlich zurückkehrt. Wurde ein selbständig erwerbstätiger Grenzgänger arbeitslos, so war bisher der Wohnstaat und nicht der Staat der letzten Erwerbstätigkeit leistungspflichtig. Jetzt kommt das Land der letzten Erwerbstätigkeit für Arbeitslosenleistungen auf, wenn im Wohnmitgliedstaat kein Unterstützungssystem für arbeitslose Selbständige besteht.
Quelle: Vertretung der Europäischen Kommission in Deutschland - PM vom 28.06.2012
Quelldatum: 28.06.2012
Quelllink: http://ec.europa.eu/deutschland/

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