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13.10.2013
Beleidigende Äußerung auf facebook gegenüber ehemaligen Vorgesetzten - Außerordentluche Kündigung wegen grober Beleidigung eines Repräsentanten der Arbeitgeberin
Das Arbeitsgericht Oberhausen verhandelt derzeit über die außerordentliche, hilfsweise fristgemäße Kündigung eines Arbeitsverhältnisses wegen der beleidigenden Äußerungen auf der facebook-Seite des Arbeitnehmers verhandelt wird.
Der 48-jährige Kläger war seit März 2006 bei der Beklagten, einem Unternehmen aus der Stahlbranche, als Lagerarbeiter beschäftigt. Auf seiner facebook-Seite ist seine Arbeitgeberin namentlich genannt. Am 20.05.2013 erstellte er auf seiner für alle facebook-Nutzer zugänglichen Seite folgende Einträge: „E. Z. dein Herzinfarkt war nicht mein wunsch ich habe dir noch schlimmeres gewuenscht schade“ sowie „ich koennte euch eine sache erzaehlen wenn ihr wollt ueber mich und Z. E. Betriebsleiter Essen der Hurensohn wenn ihr wollt“. Bei E. Z. handelt es sich um den ehemaligen Vorgesetzten des klagenden Arbeitnehmers, der jetzt an einer anderen Betriebsstätte der beklagten Arbeitgeberin tätig ist. Sein Name ist in dem Eintrag vollständig ausgeschrieben. Das beklagte Unternehmen nahm dies zum Anlass, das Arbeitsverhältnis außerordentlich, hilfsweise fristgerecht zum 31.12.2013 zu kündigen.

Der Arbeitnehmer hat Kündigungsschutzklage erhoben und macht die Unwirksamkeit der Kündigung sowie seine Weiterbeschäftigung geltend. Er sei alkoholisiert sowie depressiv verstimmt gewesen. Mit einer Abmahnung wäre sein Verhalten ausreichend sanktioniert.
Aktenzeichen: 2 Ca 963/13
Quelle: Arbeitsgericht Oberhausen - PM 53/13 vom 07.10.2013
Quelldatum: 10.10.2013
Quelllink: http://www.arbg-oberhausen.nrw.de/

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