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05.01.2014
Hat Ex-Mitarbeiter Firmentresor ausgeraubt?
Mit dieser Frage hat sich das Landesarbeitsgericht Düsseldorf auseinanderzusetzen.
Der beklagte Inhaber einer Waschstraße nimmt den Kläger, seinen ehemaligen Stationsleiter, der zum 30.04.2011 gekündigt hatte, im Wege der Widerklage auf Schadensersatz in Anspruch. Er wirft seinem ehemaligen Arbeitnehmer vor, am 05.05.2011 um 22.00 Uhr in die Waschstraße eingebrochen zu sein und aus dem Tresor 5.841,00 Euro entwendet zu sein. Der beklagte Arbeitgeber stützt sich dabei im Wesentlichen auf das Video der Überwachungskamera. Der Kläger bestreitet den Vorwurf.

Das Arbeitsgericht hat die Widerklage des beklagten Arbeitgebers auf Schadensersatz abgewiesen. Auf dem Video sei der Kläger nicht zu erkennen. Ein Sachverständigengutachten habe nach Verbesserung der Bildqualität kein anderes Ergebnis ergeben. Soweit der klagende ehemalige Stationsleiter den Beklagten vor dem Arbeitsgericht zudem auf ausstehende Gehaltszahlungen in Anspruch genommen hatte, haben die Parteien einen Teilvergleich abgeschlossen. Ein Teil der darin enthaltenen Zahlungen des Beklagten soll allerdings erlöschen, wenn die Täterschaft des klagenden Arbeitnehmers durch das Landesarbeitsgericht festgestellt würde.

Mit der Berufung verfolgt der beklagte Arbeitgeber den Anspruch auf Schadensersatz weiter. Er rügt, dass das Arbeitsgericht nicht berücksichtigt habe, dass die Gesamtbetrachtung der auf dem Video zu sehenden Person, insbesondere das Gangbild, den Kläger als den Täter identifiziere. Sogar der Sohn des klagenden Arbeitnehmers hätte diesen aufgrund seines typischen Gangs als seinen Vater erkannt. Nach einem ersten Termin hat das Landesarbeitsgericht eine Auskunft von der Sachverständigen eingeholt, ob sie den Kläger anhand von Gesicht, Körperbau und Bewegungsabläufen identifizieren könne, wenn sie sowohl den Kläger als auch das Video in Augenschein nehme. Diese Stellungnahme liegt nunmehr vor und das Verfahren wird fortgesetzt.
Aktenzeichen: 7 Sa 1792/12
Quelle: Landesarbeitsgericht Düsseldorf - PM 68/2013 vom 16.12.2013
Quelldatum: 18.12.2013
Quelllink: http://www.lag-duesseldorf.nrw.de/

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