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06.07.2014
Volontariat bei der 'taz.die tageszeitung'
Das Landesarbeitsgericht Berlin-Brandenburg hat die Entschädigung wegen der Diskriminierung eines männlichen Bewerbers bestätigt.
Die Beklagte finanziert Volontariatsstellen bei der „taz.die tageszeitung“. Sie schrieb eine dieser Stellen ausschließlich für eine Frau mit Migrationshintergrund aus und lehnte die Bewerbung von Männern – unter ihnen die des Klägers – von vornherein ab. Der klagende Bewerber hat die Beklagte daraufhin auf Zahlung einer Entschädigung nach dem Allgemeinen Gleichbehandlungsgesetz (AGG) in Anspruch genommen. Die Beklagte hat die Benachteiligung von Männern für gerechtfertigt gehalten; sie sei erforderlich, um den Anteil von Frauen in Führungspositionen im Journalismus zu erhöhen.

Das Arbeitsgericht Berlin hat der Klage entsprochen und die Beklagte zur Zahlung einer Entschädigung von drei Monatsgehältern verurteilt. Die Beklagte habe den klagenden Bewerber bei der Besetzung der Stelle wegen seines Geschlechts in unzulässiger Weise benachteiligt. Es sei nicht statthaft, die Bewerbung von Männern ausnahmslos auszuschließen. Auch sei die Maßnahme nicht geeignet, den Anteil von Frauen in Führungspositionen zu erhöhen, da es lediglich um die Besetzung einer Volontariatsstelle gehe.
Aktenzeichen: 42 Ca 1530/14
Quelle: Landesarbeitsgericht Berlin-Brandenburg - PM 24/14 vom 05.06.2014
Quelldatum: 05.06.2014
Quelllink: http://www.berlin.de/gerichte/landesarbeitsge

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