Arbeitsrecht | Glossar | Warum wir? | Kontakt | Impressum  
 
24.08.2014
Verhaltensbedingte Kündigung bei Ankündigung einer Krankschreibung?
Nach der Rechtsprechung des Bundesarbeitsgerichts ist bereits die Ankündigung einer zukünftigen, im Zeitpunkt der Ankündigung nicht bestehenden Erkrankung durch den Arbeitnehmer für den Fall, dass der Arbeitgeber einem Verlangen des Arbeitnehmers nicht entsprechen sollte, ohne Rücksicht auf eine später tatsächlich auftretende Krankheit an sich geeignet, einen wichtigen Grund zur außerordentlichen Kündigung abzugeben. Darauf weist das Landesarbeitsgericht Köln in einer aktuellen Entscheidung hin.
Weist ein objektiv erkrankter Arbeitnehmer den Arbeitgeber nach Ablehnung eines kurzfristig gestellten Urlaubsgesuchs darauf hin, „dann sei er eben krank“, schließt dies zwar eine Pflichtverletzung des Arbeitnehmers nicht von vornherein aus - so die Kölner Richter in ihrer Entscheidung. Auch bei tatsächlich bestehender Erkrankung ei es dem Arbeitnehmer aufgrund des Rücksichtnahmegebots verwehrt, die Krankheit und ein sich daraus ergebendes Recht, der Arbeit fern zu bleiben, gegenüber dem Arbeitgeber als „Druckmittel“ einzusetzen, um den Arbeitgeber zu einem vom Arbeitnehmer gewünschten Verhalten zu veranlassen.
Aktenzeichen: 5 Sa 631/13
Quelle: Landesarbeitsgericht Köln - erhältlich in der Rechtsprechungsdatenbank Nordrhein-Westfalen
Quelldatum: 29.01.2014
Quelllink: http://www.nrwe.de

zurück