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12.10.2014
Kündigung einer Vorstandsassistentin bei Tochtergesellschaft der Stadt
Vor dem Arbeitsgericht Düsseldorf wurde heute erneut über die Kündigung der Mit-arbeiterin einer Tochtergesellschaft der Stadt Düsseldorf verhandelt.
Die Klägerin war in der Vergangenheit als Assistentin für den ehemaligen Vorstandssprecher tätig. Nachdem der vor ca. zwei Jahren aus dem Unternehmen ausgeschieden war, gab es nur noch ein Vorstandsmitglied. Da zunächst mit einer Neubesetzung des zweiten Vorstandspostens gerechnet wurde, beschäftigte die Arbeitgeberin die Klägerin seitdem nach ihrer Darstellung mit Sonderaufgaben.
Die Arbeitgeberin hat vorgetragen, zwischenzeitlich seien die Bemühungen des Aufsichtsrats, den zweiten Vorstands-posten wieder zu besetzen, eingestellt worden, so dass auch die Tätigkeit einer Assistentin des (zweiten) Vorstandes nicht mehr benötigt werde. Der Arbeitsplatz der Klägerin sei somit weggefallen.
Demgegenüber hat die klagene Arbeitnehmerin behauptet, mit dem Weggang des Vorstandssprechers seien nicht sämtliche Arbeitsaufgaben entfallen, da ein Teil ihrer Tätigkeiten, wie etwa die Mitarbeit an Projekten, nicht auf den Vorstand bezogen gewesen sei. Auch die von ihr erst in den letzten zwei Jahren über-nommenen Aufgaben fielen im Unternehmen weiterhin an.

Das Arbeitsgericht hat der Kündigungsschutzklage stattgegeben. Die Arbeitgeberin hat nach Auffassung des Gerichts nicht hinreichend dargelegt, dass auch die Tätigkeiten der Klägerin, die nicht unmittelbar mit der Vorstandsarbeit zusammenhingen, weggefallen sind.
Aktenzeichen: 2 Ca 547/14
Quelle: Arbeitsgericht Düsseldorf - PM 39/14 vom 30.09.2014
Quelldatum: 30.09.2014
Quelllink: http://www.arbg-duesseldorf.nrw.de/

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