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18.12.2011
Kein Fehler im Auswahlverfahren bei der Besetzung der Stelle der Leiterin/des Leiters der Kulturabteilung der Stadt Saarbrücken
Das Landesarbeitsgericht Saarland hat entschieden, dass die Entscheidung für eine langjährige Beschäftigte der Stadt als Leiterin der Kulturabteilung rechtsfehlerfrei erfolgte.
Diese Entscheidung hatte der Kulturdezernent einer ostdeutschen Stadt zunächst mit einem einstweiligen Verfügungsverfahren angegriffen. Er hatte sich ebenfalls auf die Stelle beworben und war zum Vorstellungsgespräch eingeladen worden, hat jedoch im März dieses Jahres eine Absage erhalten.
Die Stadt Saarbrücken hatte bei ihrer Entscheidung ein Punkteschema verwandt, bei dem sie die Qualifikation der Bewerber sowohl anhand der Bewerbungsunterlagen als auch anhand des Vorstellungsgesprächs bewertete. Dabei hat die Stadt auch dem Vorstellungsgespräch erhebliche Bedeutung beigemessen.

Das Gericht sah insgesamt keine Anhaltspunkte für ein fehlerhaft durchgeführtes Auswahlverfahren und wies den Antrag des Verfügungsklägers, die Besetzung der Stelle der Leiterin/des Leiters einstweilen zu unterlassen, anders als die Vorinstanz ab. Die Entscheidung basiert unter anderem darauf, dass eine ordnungsgemäße Dokumentation der Bewertungen über das Vorstellungsgespräch im Berufungsverfahren erstmals durch die Stadt vorgelegt wurde.
Aktenzeichen: 2 Sa 67/11
Quelle: Landesarbeitsgericht Saarland - PM vom 23.11.2011
Quelldatum: 23.11.2011
Quelllink: http://www.arbeitsgerichte.saarland.de/

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