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04.03.2012
Anspruch auf Beschäftigung nur in den Nachmittagsstunden?
Vor dem Arbeitsgericht Düsseldorf streiten eine Lehrerin des Weiterbildungskollegs Mönchengladbach und das Land Nordrhein-Westfalen darüber, ob die Lehrerin einen Anspruch darauf hat, nur noch nachmittags, ab 17.30 Uhr eingesetzt zu werden.
Sie beruft sich hierbei auf eine Empfehlung ihres behandelnden Arztes und ist der Auffassung, das Land sei verpflichtet sie „behindertengerecht“, also nur in den Abendstunden zu beschäftigen.

Das Land Nordrhein-Westfalen ist hingegen der Auffassung, eine bloße Empfehlung des Arztes sei nicht zwingend zu befolgen. Der geforderte Nachweis der medizinischen Notwendigkeit eines ausschließlichen Einsatzes in den Abendstunden sei von der klagenden Lehrerin nicht vorgelegt worden. Darüber hinaus fänden in den Abendstunden nicht so viele Kurse statt, dass man die Klägerin allein in diesem Zeitraum ausreichend beschäftigen könnte. Außerdem wäre dann ein Fachlehrerwechsel erforderlich, der den Teilnehmern der Kurse nicht zuzumuten sei.
Aktenzeichen: 12 Ca 6897/11
Quelle: Arbeitsgericht Düsseldorf - PM 14/12 vom 22.02.2012
Quelldatum: 12.03.2012
Quelllink: http://www.arbg-duesseldorf.nrw.de/

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