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03.06.2012
Streit um Rolex entschieden
Das Landesarbeitsgericht Hamm hat den Streit um die Rolex entschieden und den beklagten Arbeitgeber zur Übereignung einer solchen Uhr verurteilt.
Der Kläger war bei dem beklagten Dienstleister im Bereich des Getränkevertriebs von 2007 bis 2010 als Gebietsverkaufsleiter beschäftigt. Im Jahre 2007 wurde bei dem beklagten Arbeitgeber ein sogenannter Rolex-Contest durchgeführt. Für das Erreichen bestimmter Vertriebszahlen – ermittelt durch selbst geschriebene Distributionspunkte - wurde dem Gewinner eine Rolex zugesagt. Nach der Ermittlung des ersten Gewinners wurde der Contest verlängert und bei Erreichen von bestimmten Zielen ein erneuter Gewinn einer Rolex Uhr in Aussicht gestellt.
Der klagende Arbeitnehmer vertritt die Auffassung, er hätte mit seiner „Tankstellentruppe“ die Vertriebsziele erreicht, so dass er Anspruch auf die Übereignung einer Rolex Uhr (Submariner 2007) im Werte von 4.800 € habe.

Der beklagte Arbeitgeber wurde vor dem Landesarbeitsgericht Hamm verurteilt eine entsprechende Rolex Typ Submariner 2007 herauszugeben und zu übereignen. Unstreitig hatte der klagende Arbeitnehmer die für die Prämie erforderlichen 3100 Distributionspunkte notiert. Dass der Verkaufsleiter die Punkte zu Unrecht aufgeschrieben hat, hätte der beklagte Arbeitgeber darlegen müssen, was ihr jedoch nicht gelungen ist.

In gleicher Weise hatte das Landesarbeitsgericht bereits am 16.01.2012 im Falle eines anderen Mitarbeiters rechtskräftig entschieden.
Aktenzeichen: 5 Sa 638/11
Quelle: Landesarbeitsgericht Hamm - PM vom 30.05.2012
Quelldatum: 30.05.2012
Quelllink: http://www.lag-hamm.nrw.de/

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