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17.06.2012
Schadensersatz wegen altersdiskriminierender Stellenausschreibung: 'motiviert, flexibel und zwischen 25 und 35 Jahre alt'
In dem Verfahren über einen Schadensersatzanspruch in Höhe von mehr als 32.000,- € wegen Altersdiskriminierung hat der klagende Bewerber seine Klage zurückgenommen, da er seine Forderungen vor Klageerhebung nicht fristgerecht schriftlich geltend gemacht hatte und die Klage daher auch aus seiner Sicht keine Erfolgsaussicht mehr hat.
Die Problematik der Nichteinhaltung der gesetzlichen Ausschlussfrist hatte sich im Rahmen der Erörterung der Sach- und Rechtslage im Gütetermin ergeben. Dabei stellte sich heraus, dass der klagende Bewerber der Beklagten möglicherweise zwar innerhalb der gesetzlichen Ausschlussfrist ein Schreiben mit der Geltendmachung seiner Forderungen hat zustellen lassen, dieses Schreiben aber nicht unterzeichnet worden war, so dass es an der gesetzlich geforderten Schriftform mangeln könnte.

Nach § 15 Abs. 4 AGG muss ein abgelehnter Bewerber binnen zwei Monaten nach Absage seinen Entschädigungsanspruch schriftlich gegenüber dem Unternehmen geltend machen, wenn er diesen auf eine (Alters-)Diskriminierung stützt.

Aufgrund der Klagerücknahme ist das Verfahren beendet.
Aktenzeichen: 2 Ca 993/12
Quelle: Arbeitsgericht Krefeld - PM 40/12 vom 15.06.2012
Quelldatum: 10.08.2012
Quelllink: http://www.arbg-krefeld.nrw.de

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